Forschungen - Schukajlow - Institut für Didaktik der Mathematik und der Informatik

Forschungsprojekt OModA-E (seit 2025)

Förderinstitution:

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Offene Aufgaben, die mehrere Lösungen zulassen, sind schon lange wichtige Bestandteile des Fachunterrichts in Mathematik und den Naturwissenschaften. Diesen Aufgaben werden lernförderliche Eigenschaften zugeschrieben. Eine wichtige Art von offenen Aufgaben bezieht sich auf realitätsbezogene Problemstellungen, die mithilfe mathematischer Modellierungen bearbeitet werden (Modellierungsaufgaben). In der bisherigen Forschung wurden offene Aufgaben untersucht, die nicht alle für die Lösung notwendigen Angaben enthalten. In diesen Aufgaben ist somit der Anfangszustand des Problems offen. Im vorliegenden Antrag sollen Aufgaben mit offenem Endzustand erforscht werden, in denen unterschiedliche Faktoren (z. B. zeitliche und finanzielle) bei der Beantwortung der Fragestellung herangezogen werden können. Die Effekte (1) von auf die Anforderungen offener Aufgaben zugeschnittenen Instruktionen und (2) des Unterrichts mit Aufgaben mit offenem Endzustand auf kognitive und motivationale Konstrukte werden analysiert. In der experimentellen Instruktionsstudie werden die Effekte von Instruktionen a) zur Identifikation von den Faktoren, die die Offenheit des Endzustands bestimmen, b) zum Aufstellen eines mathematischen Modells und c) zum Interpretieren und Validieren mathematischer Ergebnisse untersucht. Anschließend wird in einer quasi-experimentellen Unterrichtsstudie der Unterricht mit Aufgaben a) mit offenem und b) mit geschlossenem Endzustand im Feld hinsichtlich seiner Wirkungen auf das Interesse und die Leistungen kontrastiert. Das Hauptziel des Antrags ist die Untersuchung der kognitiven Anforderungen von Modellierungsaufgaben mit offenem Endzustand und der Wirkungen und Wirkmechanismen von Interventionsmaßnahmen (Instruktion bzw. Unterricht) auf deren Bearbeitung. Dadurch soll auch zum übergeordneten Ziel beigetragen werden, Erkenntnisse über offene Aufgaben in einer selbständigkeitsorientierten Unterrichtsform zu gewinnen.

Forschungsprojekt OModA (2020-2024)

Offene Problemstellungen, die mehrere Lösungen zulassen, sind schon lange wichtige Bestandteile des Fachunterrichts in Mathematik und Naturwissenschaften. Diesen Problemstellungen werden lernförderliche Eigenschaften zugeschrieben. Eine wichtige Art von offenen Aufgaben bezieht sich auf die realitätsbezogenen Problemstellungen, die mithilfe mathematischer Modellierungen bearbeitet werden (Modellierungsaufgaben) und nicht alle für die Lösung notwendigen numerischen Angaben enthalten. In diesen Aufgaben ist der Anfangszustand des Problems offen. Die Bearbeitung von offenen Modellierungsaufgaben im Schulunterricht soll Lernende darauf vorbereiten, ihr mathematisches Wissen im Alltag und im Beruf zu verwenden. Im Anschluss an Forschungen zum mathematischen Modellieren, zu offenen Aufgaben und selbständigkeitsorientierten Lehr-Lern-Formen wird im OModA-Projekt untersucht, welche Effekte (1) eine auf die Anforderungen der offenen Aufgaben zugeschnittene Instruktion und (2) der Unterricht mit offenen Modellierungsaufgaben auf kognitive und motivationale Faktoren hat. In der experimentellen Instruktionsstudie werden die Effekte der Instruktion zur Identifikation von fehlenden Informationen und die Wirkungen der Festlegung dieser Informationen untersucht. Anschließend werden in einer quasi-experimentellen Unterrichtsstudie der Unterricht mit offenen Modellierungsaufgaben und der Unterricht mit geschlossenen realitätsbezogenen Aufgaben im Feld kontrastiert. Das Projekt ist in kognitiven und motivationalen Theorien und Konzeptionen verankert und soll neue Erkenntnisse über die Bedeutsamkeit der Offenheit von Modellierungsaufgaben im selbständigkeitsorientierten Unterricht für die kognitive und motivationale Entwicklung von Schülerinnen und Schüler bringen. Ein weiteres Ziel des Projekts ist, Wirkmechanismen der Behandlung von offenen Aufgaben im selbständigkeitsorientierten Unterricht zu untersuchen und Faktoren zu identifizieren, die die Effektivität des Unterrichts mit offenen Modellierungsaufgaben beeinflussen.

Publikationen

Artikel in Zeitschriften mit Peer Review

Wiehe, K., Schukajlow, S., Krawitz, J., & Rakoczy, K. (2025). Openness in mathematical modelling: Do experiences of competence and autonomy mediate the effects of an intervention on modelling problems on task values and cost? ZDM - Mathematics Education. https://doi.org/10.1007/s11858-025-01670-7

Schukajlow, S., Krawitz, J., Kanefke, J., Blum, W., & Rakoczy, K. (2023). Open modelling problems: Cognitive barriers and instructional prompts. Educational Studies in Mathematics, 114(3), 417-438. https://doi.org/10.1007/s10649-023-10265-6

Bücher, Buchbeiträge und Konferenzbeiträge mit Peer Review

Schukajlow, S., Krawitz, J., Wiehe, K., & Rakoczy, K. (2024). Effects of teaching students to solve open modelling problems on utility, intrinsic, and attaiment values. In T. Evans, O. Marmur, J. Hunter, G. Leach, & J. Jhagroo (Eds.), Proceedings of the 47th Conference of the International Group for the Psychology of Mathematics Education (Vol. 4, pp. 81-88). PME

Wiehe, K., Schukajlow, S., Krawitz, J., & Rakoczy, K. (2024). The OModA project: Designing a teaching method to help students dealing with openness in modelling problems. In H.-S. Siller, G. Kaiser, & V. Geiger (Eds.), Researching Mathematical Modelling Education in Disruptive Times. (pp. 377-386). Springer. https://doi.org/10.1007/978-3-031-53322-8_30

Krawitz, J., Schukajlow, S., Wiehe, K., & Rakoczy, K. (2023). Experiences of competence and autonomy during a teaching intervention on mathematical modelling. In P. Drijvers, C. Csapodi, H. Palmér, K. Gosztonyi, & E. Kónya (Eds.), Proceedings of the Thirteenth Congress of the European Society for Research in Mathematics Education (CERME13) (pp. 1458-1465). Alfréd Rényi Institute of Mathematics and ERME.

Kanefke, J., & Schukajlow, S. (2022). Students' processing of modelling problems with missing data. In J. Hodgen, E. Geraniou, G. Bolondi, & F. Ferretti (Eds.), Proceedings of the Twelfth Congress of the European Society for Research in Mathematics Education (CERME12). Free University of Bozen-Bolzano and ERME.

Krawitz, J., Schukajlow, S., Kanefke, J., & Rakoczy, K. (2022). Making realistic assumption in mathematical modelling. In C. Fernandez, S. Llinares, A. Gutierrez, & N. Planas (Eds.), Proceedings of the 45th Conference of the International Group for the Psychology of Mathematics Education (Vol. 3, pp. 59-66). PME

Schukajlow, S., Krawitz, J., Kanefke, J., & Rakoczy, K. (2022). Interest and performance in solving open modelling problems and closed real-world problems. In C. Fernandez, S. Llinares, A. Gutierrez, & N. Planas (Eds.), Proceedings of the 45th Conference of the International Group for the Psychology of Mathematics Education (Vol. 3, pp. 403-410). PME

Praxisbezogene Beiträge

Krawitz, J., & Schukajlow, S. (2022). Eine Aufgabe viele Lösungen: Natürlich differenzieren mit Modellierungsaufgaben. mathematik lehren, 233, 28-32

Beiträge ohne Peer Review

Schukajlow, S., Krawitz, J., Kanefke, J., & Rakoczy, K. (2023). Effekte einer Instruktion zu offenen Aufgaben: "Wenn ich wüsste, was hier fehlt, dann könnte ich sie lösen". In IDMI-Primar Goethe-Universitäst Frankfurt (Ed.), Beiträge zum Mathematikunterricht 2022. 56. Jahrestagung der Gesellschaft für Didaktik der Mathematik (pp. 337-340). WTM. https://doi.org/10.37626/GA9783959872089.0

Wiehe, K., Krawitz, J., Schukajlow, S., & Rakoczy, K. (2023). Lösen offener Aufgaben fördern - Konzeption einer Unterrichtsstudie im Projekt OModA. In IDMI-Primar Goethe-Universitäst Frankfurt (Ed.), Beiträge zum Mathematikunterricht 2022. 56. Jahrestagung der Gesellschaft für Didaktik der Mathematik (pp. 231-234). WTM. https://doi.org/10.37626/GA9783959872089.0